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Boa Imperator

Die Kaiserboa (Boa constrictor imperator) ist eine Unterart der Abgottschlange (Boa constrictor) und zählt innerhalb der Familie der Riesenschlangen (Boidae) zur Gattung der Boas (Boa).

Beschreibung

Die Kaiserboa erreicht eine Körperlänge von 130 bis 200, selten mehr Zentimeter. Die Körperfärbung und die dorsale Musterung kann je nach Verbreitungsgebiet stark variieren. Die Färbung ist meist hellbraun und die dorsalen Flecken in Sattelform sind eher braun bis dunkelbraun. Die nördlichen Populationen sind teilweise sehr dunkel gefärbt. Hier reicht die Färbung von dunkelbraun bis fast schwarz. Auch cremefarbene bis fast weiße Exemplare gibt es in einigen Gebieten wie zum Beispiel auf den Hogg-Inseln. Im Allgemeinen hängen die einzelnen Sattelflecken meist kettenartig zusammen. Der Kopf setzt sich deutlich vom Hals ab und weist eine leicht birnenartige Form auf. Die Kaiserboa ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie hält sich am Tage meist in Höhlen oder in hohlen Baumstämmen auf. Klettern können sie nur in jungen Jahren, da sie mit ihrem relativ hohen Gewicht dazu nicht mehr in der Lage sind. Wie alle Schlangen, so häutet sich die Kaiserboa ein Leben lang. Zu einer Häutung kommt es in der Regel alle sechs bis acht Wochen. In den tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten halten sie keine Winterruhe.

Verbreitung

Die Kaiserboa ist insbesondere in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika weit verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Mexiko über Honduras, Costa Rica und Panama bis nach Venezuela und Kolumbien. Auch auf einigen der Küste vorgelagerten Inseln sind sie anzutreffen. Sie besiedeln eine Vielzahl von Habitaten. Neben der Sonora-Wüste in Mexiko wird auch tropischer Regenwald besiedelt. Sie halten sich als erwachsene Tiere ausschließlich auf dem Erdboden auf.

Nahrung

Die Kaiserboa ernährt sich wie alle Schlangen nur von Fleisch. Dabei erjagen sie neben kleineren und größeren Säugetieren auch Vögel und Reptilien. Ein Beutetier wird mit einem Biss gepackt und umschlungen. Durch das Umschlingen und mit der einhergehenden Muskelkontraktion wird die Beute erdrosselt. Am Ende wird das Beutetier mit dem Kopf voran verschlungen. Ist die Beute größer, so kann die Kaiserboa ihren Kiefer ausrenken. Ist die Beute verschlungen wird der Kiefer wieder eingerenkt.

Fortpflanzung

Die Kaiserboa gehört zu den lebend gebärenden Schlangen. Die Paarungszeit in ihren tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten an keine feste Jahreszeit gebunden. Nach einer temperaturabhängigen Tragezeit von 150 bis 210 Tagen bringt das Weibchen in der Regel zwischen 20 und 30 Jungtiere zur Welt. Die Jungtiere weisen eine Länge von 40 bis 60 Zentimeter sowie ein Gewicht von 70 bis 80 Gramm auf. Die erste Häutung wird nach rund zwei Wochen vollzogen. Anders als erwachsene Schlangen können Jungschlangen ausgesprochen gut klettern. Mit den Jahren verliert sich allerdings diese Eigenschaft. Die Tiere werden einfach zu schwer. Eine Kaiserboa kann ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.


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